
Im Kirchenvorstand tagt meist gerne Der Kirchennahe und auch -ferne Mal mehr, mal wenig mit Bedacht Gibt man auf Gottes Sache Acht Die er uns an die Hand gegeben: Sein tägliches Gemeindeleben
Nun weiß man und es steht in Sicht In einer läuft's in andrer nicht So gut - allein das ist egal Mit Blick auf das: Sie kommt, die Wahl
Da schickt es sich von Zeit zu Zeit Das man dann fragt: Wer ist bereit Nach vielen Jahren Amtsgeschäften mit ein paar neuen, frischen Kräften Hier nach dem Wohl und nach den Wehen Die komm'nden Jahre mal zu sehen
Im ländlichen ist das nicht schwierig Die Kandidaten sind meist gierig Auf Kirchland, was bisweilen billig Verteilt wird unter Bauern willig
Im Städtischen ist das schon schwerer Es sind da doch schon sehr viel mehr der Die gleich dankend lehnen ab: Sie wissen doch, das was ich hab Ist viel und reichlich stets zu tun Ich kann auch jetzt nicht noch ab nun Des Herrn Gemeinde leiten, lenken Was glaub'n sie wohl und was sie denken!?!
Dann steht man da und fragt mit Sorgen Wie geht das bloß am Wahltagsmorgen Wenn grad der Kandidatenzahl Soviele sind, daß diese Wahl Den Namen nicht auch nur verdient Weil man zu wenige nur findt Und soviel auf der Liste stehn Wie man grad braucht - sie werden's seh'n Daß alle dann hineingewählt Ins Amt - und wer dann grad noch fehlt Berufen wird - so wird es sein 'Ne Wahl ist's nicht - das ist nur Schein
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